

Vom 21. bis 22. Juli 2007 halten die Württemberger Ritter Hof in der Bachritterburg Kanzach.
Im Tross der Ritter werden auch Reisige, Gaukler und Damen samt Gefolge ihre Zelte aufschlagen. Da werden Rüstungen gerichtet, Schwerter geschärft und der Koch bereitet ein kräftiges Mal am Feuer zu, damit die Herrn Ritter im Turnier kräftig zuschlagen können.
An der Bogenbahn messen sich die Knappen, wer die sichere Hand hat und den Pfeil ins Ziel setzt. Dann müssen die Pferde versorgt und für das Turnier vorbereitet werden.
Wo Turnier gehalten wird sind natürlich auch die Possenreisser, Zauberer, Gaukler, Musikanten und Narren nicht weit.
Die Musikanten und Minnesänger singen Lieder einer längst vergangenen Zeit, als für viele das fahrende Volk noch die einzige Möglichkeit war, Neuigkeiten von anderen Ländern zu erfahren
Wem nach all den Attraktionen der Magen knurrt, der möge sich bei den Mundschenken und Garbrätern erholen. Ob hauchdünne Brotfladen, gebratenes von der Sau, geröstete Maronen, Knoblauchzehen in Marinade oder frischgebackenes Brot, die mittelalterliche Küche bietet für Jeden etwas.
Die Württemberger Ritter reiten an jedem Tag ein mittelalterliches Ritterturnier.
Das Gefecht der Bodenkämpfer mit Schwertern, Fackeln, Streitkolben, Streitaxt, Morgenstern oder Bihändern gehört ebenfalls dazu.
Sechs verschiedene Übungen müssen geritten werden, darunter der Tjost, das Lanzenstechen, der Speerwurf auf einen Mann in Eisen, das Töpfeschlagen, Ringestechen, Melonenschlagen und der Ritt durch die Feuerwand. Alle Execitien erfordern viel Geschick von den Reitern und nur wer alle Prüfungen besteht und die meisten Punkte sammelt wird zum Turniersieger ausgerufen. Mancher Ritter versucht mit unlauteren Methoden den Sieg zu erringen und so sind Zwist und Händel absehbar und der Turniermarschall hat alle Hände voll zu tun um einen ordentlichen Ablauf zu gewähren.
Nachlese: Zwei Tage lang waren die "Württembergischen Ritter" Gäste der Bachritterburg. Rund 3000 Besucher haben sich die spannenden Turniere nicht entgehen lassen. Aber ganz so ritterlich ging es im Turnier auch nicht immer zu. Turniermarschall Philipp von Falkenstein hatte einige Male Grund mit der silbernen Marschallhand energisch durchzugreifen, was zu recht handfesten Gerangel mit Morgenstern und Streitkolben bis zum Schwertkampf Mann gegen Mann am Rande des Turniergeschehens führte. Ein Spektakel, so recht nach dem Geshcmack des Publikums, das dabei einiges zu lachen bekam und auch nicht mit mächtigem Handgeklapper sparte, bis der Turniersieger aus der Hand der edlen Stephanie von Stetten den silbernen Lorbeerkranz entgegennahm. Als Beweis allgemeiner Versöhnung traten sämtliche turnierkämpfer gemeinsam den Ritt durchs Feuer an.
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