

her unde massenîe versucht, das Leben in einem Kaufmannshaushalt darzustellen. Angesiedelt ist die Darstellung in der freien Reichsstadt Esslingen am Neckar etwa 1270.
Drei Punkte sind uns dabei wichtig:
Bereits unser mittelhochdeutscher Gruppenname (in etwa "Herr und G'scherr", also Herr und alle dem Haushalt Angehörenden) deutet es an: Wir wollen ein Abbild der damaligen Verhältnisse im Haushalt eines begüterten Kaufmanns zeigen: Ein Haushaltsvorstand, seine Frau, eventuell Kinder, und dann viele Bedienstete auf verschiedenen Stufen der Hierarchie: vom engen Mitarbeiter bis zur jüngsten Magd. Dazu kommt dann noch ein Dominikanermönch aus dem Stadtkloster für Schreibarbeiten und Beurkundungen.
Unsere Darstellung hat einen regionalen Bezug - deshalb nehmen wir als Vorbilder für unsere Kleidung und Ausrüstungsgegenstände vorzugsweise, was an Funden, Statuen, Abbildungen und Dokumenten aus dem Esslinger Raum vorliegt sowie aus Orten, die einen Handelsbezug zu Esslingen haben, z.B. Konstanz und andere südwestdeutsche Städte.
Und schließlich möchten wir nicht nur Kleiderpuppen mit Ausstattungsrepliken sein, sondern in unserer Darstellung möglichst viel vom kulturellen Umfeld erlebbar werden lassen: Musik des 13. Jahrhunderts, Handarbeit, Handwerk, Speisezubereitung, Tischsitten, religiöse Gepflogenheiten, hierarchischer Umgang... und wir versuchen, Ausschnitte mittelalterlichen Lebens bei Veranstaltungen auch nach Museumsschluss aufrecht zu erhalten: etwa uns damit anzufreunden, mit der Dämmerung aufzustehen und aus kaufmännischer Sparsamkeit mit einbrechender Nacht zu Bett zu gehen.
Was macht nun ein ziviler Haushalt in der Bachritterburg? Prinzipiell dasselbe, was der Haushalt des Burgherren auch getan hätte, wenn der Burgherr anwesend ist und keine Kampfhandlung zu erwarten ist: Man repräsentiert, zeigt, was man hat und wer man ist, tut die notwendigen Dinge des täglichen Lebens und versucht, das Leben so angenehmn wie möglich zu verbringen: Bewaffnete stehen am Tor, der Burgherr sorgt für Recht und Wohlergehen, die Herrin erzieht ihre Kinder und widmet sich weiblichem Zeitvertreib, Musik und anderes sorgt für Kurzweil, das Gesinde kocht, backt, wäscht, und tut seine sonstige Arbeit.
Mehr von uns erfahren Sie auf www.her-unde-massenie.de
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