Zur Entstehung unserer Burganlage

Es begann mit einer Vision...

Die Motte

Auf dieser Motte auf dem Schlößlesberg stand bis 1392 die erste Bachritterburg

Der Archäologe Karl Banghard entwickelte 1998 die Idee zur Rekonstruktion

Die Gemeinde Kanzach ließ sich überzeugen, der damalige Bürgermeister Rudolf Obert ergriff die Initiative, 2000 bis 2001 entstand die Turmhügelburg.

 

2001 war der Turm nach einjähriger Bauzeit fertiggestellt.

Als Vorlage diente die Dissertation des Mittelalterarchäologen Tilman Mittelstraß. Von ihm wurden die Grabungsbefunde des hölzernen Wohnturmes in Eschelbronn im Kraichgau (1271 bis 1290) zur Verfügung gestellt. Er selbst übernahm die wissenschaftliche Leitung unserer Rekonstruktion.

2004 konnte die Komplettanlage eingeweiht werden.

In einjähriger Bauzeit wurde 2003 - 2004 die Vorburg angefügt und so eine mittelalterliche Komplettanlage geschaffen.

Die wissenschaftliche Leitung übernahm Dr. Stefan Uhl.

Einweihung 2004

Bei der Erstellung der Komplettanlage waren sie wesentlich beteiligt. Bild von der Einweihung am 1.4.2004

Burgführer

Dr. Stefan Uhl, Andreas Bichler, Dr. Sven-Hinrich Siemers und Bürgermeister Obert bei der Vorstellung des Burgführers 2007

Das 10jährige wird gefeiert

Die Reisecen hatten eingeladen und viele sind  2011  gekommen

Bilder aus der Bauzeit

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Die Turmhügelburg, benannt nach dem hier nachgewiesenen Niederadel, ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von Mittelalter-Archäologen, Bauforschern, Architekten und traditionell arbeitenden Handwerkern.

In mühevoller Kleinarbeit recherchierten die Wissenschaftler Details für den Bau einer Burg des frühen 14. Jahrhunderts. Entstanden ist nicht die Rekonstruktion der Originalburg (1392 abgebrannt). Rekonstruiert wurde eine Burg, die nach dem aktuellen Stand der Forschung hier gestanden haben müsste: eine Burg aus Holz. Als Standort konnte aus verschiedenen Gründen nicht die Kanzacher Motte gewählt werden, es kam zu einer leicht östlichen Verlegung.

Für den Turm konnten weitgehend die Forschungsergebnisse des Regensburger Mittel-Archäologen Tilman Mittelstraß verwendet werden. Er hatte bereits in den sechziger Jahren die Eschelbronner Niederadelsburg (Flachmotte) wissenschaftlich aufgearbeitet.

Bei der Planung der Vorburg, als Ergänzung zum bereits errichteten Wohnturm, ließ  Dr. Stefan Uhl in wesentlichen Teilen die Erkenntnisse der südwestdeutschen Hausforschung zum mittelalterlichen Holz- und Fachwerkbau in verschiedene Konstruktionen einfließen.

Für beide Bauabschnitte hatte der Architekt Gottfried Schulze aus Regensburg die Bauleitung.

Schließlich versuchten wir jeden Raum so einzurichten, dass der letzte Bachritter mit seiner Familie und seinem Gesinde jeden Moment wieder zur Tür hereinkommen könnte. Es war die Aufgabe des Wiener Institutes für Realienkunde, für uns die notwendigen Recherchen durchzuführen.

Ab der Fertigstellung 2004 folgte eine zweijährige Anschub- und Aufbauphase, die weitgehend unserem 1. Museumsleiter Dr. Sven-Hinrich Siemers oblag. In der Umsetzung der Betriebskonzeption gelang ihm mit dem Einbinden von Living History-Gruppen ein weiteres Alleinstellungsmerkmal für die Bachritterburg.

Beim Aufbau der Museumspädagogik war uns freundlicher Weise Susanne Wiermann vom benachbarten Federseemuseum behilflich.

 

 

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